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Blickpunkt 15-05


Jesus spricht: Ich bin die Tür.
Wenn jemand durch mich eintritt, wird er gerettet werden.
Er wird ein- und ausgehen und gute Weide finden.

Johannes 10,9

In unserem Alltag begegnen wir vielen Türen. Manche sind geschlossen – manche weit geöffnet.  Manchmal  wissen  wir,  was  uns  dahinter  erwartet  –  manchmal  drücken  wir voller Spannung die Türklinke. In unserem täglichen Gang durchs Leben öffnen oder
schließen wir Türen ohne uns groß darüber Gedanken zu machen. Sie sind alltäglich.

Aber wenn es um besondere Ereignisse, Situationen und Erlebnisse geht, dann machen wir manche Türen sehr bewusst auf und zu. Wenn Jesus über sich als die Tür spricht, dann nimmt er genau diese Vorstellung auf. Er lädt ein, dass wir ihn ganz bewusst als die Tür zum Vater, zu Gott selbst finden. Er verspricht uns, dass wir durch ihn gerettet werden. Das heißt: bei ihm sicher sind. Sicher im Hier und Jetzt und in alle Ewigkeit. Nur bei Jesus ist der richtige Zugang zu dieser Sicherheit. Wenn wir durch IHN eintreten, dann verändert sich etwas. Wir dürfen in IHM ein- und ausgehen und dürfen wissen, dass er es gut mit uns meint, dass er „gute Weide für uns findet“. Dieser Weg kann uns manchmal auch durch Höhen und Tiefen führen, wie uns der Psalm 23 vor Augen führt. Aber Jesus ist Eingang und Ausgang, Durchgang und Aufgang.

In meiner Arbeit und Verkündigung liegt es mir sehr daran, uns zusammen immer an diesen Jesus als die Tür zu binden. Wir  dürfen  uns  mit  unserem Glauben  nicht  an  Menschen hängen.  Sie  können  so  oft  enttäuschen und sind kein verlässlicher Grund. Nur Jesus kann die Sicherheit  sein,  auf  dem  unser Glaube ruht. Nur er kann die Tür in die Rettung sein und kein anderer - oder nichts anderes!

Vor  uns  als  Gemeinde  und  vor uns  als  Familie  wartet  eine spannende  Zeit,  wo  das  Tür-Aufmachen  und  -Zumachen nicht alltäglich ist, sondern uns bewusst  wird. Wir  wechseln nach  Erlangen  und  hier  übernimmt  Familie  Kokott.  Keiner von uns weiß, was die Zukunft bringt. Keiner weiß, ob alles so klappt und funktioniert, wie wir es uns vorstellen. Keiner weiß, ob alle Erwartungen erfüllt werden, oder sogar große Enttäuschungen auf uns warten. Keiner weiß ... Was wir wissen ist, dass Jesus unse-
re Tür ist. Wir vertrauen darauf, dass er uns gut herausführen wird. Wir vertrauen darauf, dass er uns in allem was uns begegnet immer neu die Tür im Leben ist. Wir vertrauen darauf, dass wir bei ihm ein- und ausgehen dürfen und bei IHM gute Weide finden.
Lydia und mir war es von Anfang an wichtig, dass wir da sind, wo Jesus uns hin haben will und uns eine Tür aufmacht. Dieser Weg hat uns nach Zirndorf geführt. Wir erkennen es als eine bewusste Wegführung durch IHN. Wir haben hier persönlich als ganze Familie eine gute Zeit gehabt. Nicht zuletzt kam unser Joshua hier zur Welt. In der Gemeinde sind wir gemeinsam durch Höhen und Tiefen gegangen. Haben erlebt, dass Menschen dazugekommen sind und mussten miterleben, dass Menschen weggegangen sind. Wir durften erleben wie Neues gewachsen ist und mussten gemeinsam über manchen Zerbruch trauern. Wir haben gemeinsam ganz neu Jesus entdeckt, z.B. im Alphakurs. Wir haben  
gemeinsam  wichtige  Entscheidungen  getroffen:  z.B.,  dass  wir  als  Gemeinde  unsere Heimat weiter in der Oelstraße sehen und wir hier die Räume für die Zukunft umbauen  wollen.  Wir  haben  gemeinsam  gefeiert:  Taufe,  Konfirmationen  und  Trauungen.  Das
100-jährige  Jubiläum  mit  dem  beeindruckenden  Lobpreiskonzert  mit  Albert  Frey  und die Einweihung der neuen Räume. Wir haben gemeinsam ganz praktisch gearbeitet. Wir  haben gemeinsam Gottesdienste gefeiert und uns durch sein Wort beschenken lassen.
Wir haben in vielen Sitzungen zusammen geplant und vorbereitet. Wir haben gemeinsam Freizeiten und Ausflüge gemacht. Sind an unsere Grenzen gekommen und haben gemeinsam neue Hoffnung und Zuversicht geschöpft. Wir haben gemeinsam gekocht, gegessen und getrunken. Haben gemeinsam gelacht und geweint. Wir haben gemeinsam Krankheit und Trauer getragen und mussten liebe Menschen zurück in Gottes Hände legen. Wir  haben gemeinsam Geburtstage, Jubiläen und besondere Ereignisse gefeiert. Wir haben gemeinsam in so kurzer Zeit so viel erlebt.

Wir sind Gott sehr dankbar für die gemeinsame Zeit. Danke, dass ihr uns so selbstverständlich in eure Gemeinschaft aufgenommen
habt. Dieses Vertrauen und die Wertschätzung haben wir genossen und schätzen wir sehr. Und nun öffnet Jesus eine neue Tür in die Zukunft. Ja, es ist Veränderung und die macht jedem  Menschen  Angst  und  ist  Herausforderung.  Aber  wenn  wir  uns  ganz  bewusst  
machen, dass Jesus die Tür ist – das in seinem Raum alle Veränderung stattfindet, dann dürfen wir hoffnungsvoll in die Zukunft schauen.
Und der Friede Gottes, der unsere Vorstellungskraft weit übersteigt, bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus unserem Herrn.

Seid gesegnet! Euer Andreas Theiß


von heg - erstellt am 17 Mai 2015

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