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Ansichten eines Eisenbahners (3)


Im richtigen Zug sitzen

Vor einigen Jahren gab es bei uns im Landkreis eine aufregende Geschichte, eigentlich ja eine haarsträubende Sache, wenn man die Situation mal genauer betrachtet:

Eine jugendliche Dame hatte ihren Tag in Nürnberg verbracht und wohl etwas die Zeit aus den Augen verloren. In Anbetracht der fortgeschrittenen Zeit begab sie sich schleunigst zum Hauptbahnhof um den nächsten Zug nach Hause, nach Oberasbach zu nehmen, um noch halbwegs pünktlich  zu Hause einzutreffen. So erwischte sie gerade noch rechtzeitig einen Zug in Ihre  Richtung. Leider hatte sie nicht die vermeintliche Regionalbahn erwischt, sondern (den optisch sehr ähnlich aussehenden) Regionalexpress, der leider nicht in Oberasbach, sondern erst in Roßtal hält. Das muss ihr wohl klar geworden sein, als  dieser Zug an den ersten Haltestellen nach Nürnberg einfach durchfuhr. Voller Panik beschloss sie trotzdem in Oberasbach den Zug zu verlassen und öffnete (verbotenerweise) mittels Notentriegelung die Zugtür,  die ihr dank Fahrtwind, noch einmal zusätz- lich Schwung gab um den Zug schleunigst  zu verlassen. Bei geschätzt 120 km/h ist  dieses Vorgehen natürlich nicht gesundheitsfördernd sondern lebensgefährlich. Die junge Frau hatte aber so viel Schwein, dass sie nicht von einem Fahrleitungsmast, sondern von der üppigen Vegetation neben der Bahnstrecke abgebremst wurde, sich aufrappelte und, wenn auch verstört, denWeg nach Hause antrat. Dort angekommen, wurde ihr Vater auf ihren verwirrten Zustand aufmerksam, schaffte sie ins Krankenhaus, dort wurde ein Schädelbruch festgestellt … alles in allem noch mal glimpflich abgegangen!

Hätte sie die Schilder am Zug und die Fahrtrichtungsanzeiger am Bahnsteig beachtet, wäre ihr vermutlich dieser Abgang erspart geblieben, denn dann hätte sie vorher ihren Irrtum bemerkt.

Wer mit der Bahn verreisen will, sollte sich also vorab informieren, mit welchem Zug er sein Ziel erreichen wird und auf welchem Bahnsteig dieser Zug abfährt (mancherorts gibt es auch mehrere Bahnhöfe), wo und wann man umsteigen muss.

Früher war dann ein Kursbuch erste Wahl, darin waren alle Züge inkl. Abfahrts- und Ankunftszeiten aufgeführt. Heute wird man wohl zu erst im Internet fündig, wo man sich die nötigen Informationen holen kann und sogar der Fahrkartenkauf möglich ist. Wie beim Zugfahren so ist es auch im Leben.

Besonders, wenn ich auf der Suche nach  Gott bin. Dazu gibt es so viele Informationen auf dieser Welt … da wird‘s oft unübersichtlich. Mancher meint, Gott ist in der Natur zu finden, andere sagen, du musst dieses oder jenes tun um Gott näher zu kommen. Es gibt die Meinung, dass Gott  in vielen Religionen zu finden ist – nur  heißt er bei ihnen anders.

Ich glaube da eher dem, was in der Bibel dazu steht. Es ist quasi das Kursbuch des  Lebens, und der Herausgeber ist vertrauenswürdig. So kann ich erfahren, dass Gott den Menschen entgegengekommen ist, indem er seinen Sohn Jesus Christus auf diese Erde schickte und, stellvertretend für unsere Schuld, am Kreuz sterben ließ. Dieser Jesus sagt von sich selber: „Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, niemand kommt zum Vater, als nur durch mich“ (Johannes 14,6).

Das ist exklusiv und schließt andere Möglichkeiten Gott zu erreichen von vorne herein aus. So ist Jesus meine Zug- fahrmöglichkeit und gleichzeitig der Fahrkartengeber zum ewigen Leben bei Gott. Ich muss es nur in Anspruch nehmen. Mit Jesus lande ich nicht auf einer Endstation „Nirvana“ oder einem anderen Abstellgleis des Lebens.

Wie wär‘s? Du kannst jederzeit zusteigen!

Markus Schmidt

 

 


von heg - erstellt am 10 August 2016

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